img_1357Nachdem sich jeder aus dem Bett geschaelt, gesammelt, gefruehstueckt und zusammengepackt hat, war es gegen 9:30 Uhr. Wir fuhren nach Kopenhagen hinein mit Ziel Stadtzentrum und Hop-On-Hop-Off-Bus. Diese Art der Stadterkundung ist kompakt und ziemlich lehrreich. Als Highlight gestaltete sich erst die Parkhaus- und dann die Sightseeing-Bus-Suche als schwierig, aber am Ende fanden wir beides.

Kopenhagen – eine Stadt voller Touristen, viele davon aus Deutschland (so wie wir), bunten Haeusern und vielen Fahrraedern, mehr oder weniger fahrbereit. Oft fehlten Komponenten, aber ob das Rad dort stehen gelassen wurde, weil sie fehlten oder umgekehrt, wird wohl ein ewiges Raetsel bleiben. In 4 Stunden wurde die Stadt per Bustour abgehakt und wir bekamen den Tivoli-Vegnuegungspark, den Nyhavn, das Opernhaus, das Kastell, ein AIDA-Schiff und die Meerjungfrau zu Gesicht. Das heisst, bei der Meerjungfrau dauerte das ein Weilchen, weil so viele Touristen sich davor herumtummelten. Es war kurzweiliger, fotohungrige Touristen beim Verrenken zuzusehen als das eigentliche Interesseobjekt zu begutachten.

Am Nachmittag fuhren wir nach Helsingør, um mit einer kurzen Faehrfahrt nach Helsingborg in Schweden ueberzusetzen. Sogleich fiel uns die Aehnlichkeit der Ortsnamen mit IKEA-Produktnamen auf. Urspruenglich wollten wir einen Campingplatz in der Naehe anvisieren, aber der Tag war noch jung und wir beschlossen, heute noch ein bisschen weiter nach Norden in die Gegend um Halmstad zu fahren. Mutti hatte im Reisefuehrer einen Campingplatz in Tylosand entdeckt, der vielversprechend aussah, direkt am “schoensten Sandstrand von Schwedens Westkueste” gelegen. Es gab eine Huette fuer uns zum fairen Preis, diesmal sogar mit kleinem Bad, und direkt am Wald gelegen – wir wurden bei der Anfahrt von einer Schar Hasen begruesst. Wir sind hier alleine – Huetten-Nachbarn gibt es heute abend nicht. Mitten in der Natur – alles sehr idyllisch. Zum Strand sind es ca. 300m, den haben wir auch schon inspiziert. Ob er der schoenste ist, koennen wir nicht sagen, aber er sah schon beeindruckend aus.

Abends auf der Terrasse wurden um 21:30 Uhr die untergehende Sonne bewundert und eine Menge Reisefuehrer und Landkarten gewaelzt, um uns ueber den weiteren Streckenverlauf einig zu werden. Stockholm – ja oder nein? Finnland – ja oder nein? Vänern-See oder Vättern-See? Man darf gespannt sein. Vatis Kommentar allerdings fasst die bevorstehende Reise gut zusammen: “Weisst du eigentlich, wie weit das noch bis da hoch ist?”

209 km Strøby (DK) – Tylosand (SE): http://goo.gl/maps/Fy4Gj