img_3650(Will be translated into English soon) Abenteuerlich klingt es ja: “Die Lofoten”. Wo genau waren die? Ach ja, im Nordwesten von Norwegen. Der kleine Schnoerpsel, der noch weit ueber dem Polarkreis ins Nordmeer hereinragt. Kleiner Schnoerpsel? Mitnichten…

Die Lofoten sind ein Archipel, welches aus Hunderten von Inseln und Inselchen besteht, darunter eine handvoll bewohnter Hauptinseln, die sich landschaftlich gleichen: Hohe, steile Gipfel, jetzt im Juni noch schneebedeckt, Fjorde, Straende – ganz so, als stuenden die Alpen bis 3000 m unter Wasser und es wuerden nur noch die Spitzen herausschauen. Die Strassen schlaengeln sich abenteuerlich an den Fjorden entlang, schmiegen sich an Felswaende, und zwaengen sich ueber Bruecken und durch Tunnel. Das Fahren wird nie langweilig, denn hinter jeder Kurve versteckt sich ein weiterer spektakulaerer An- und Ausblick.

Die Lofoten waren einst Hauptschauplatz alten Wikingerlebens. In Borg gibt es ein Museum, das sich mit archaeologischen Funden auseinandersetzt, nachdem man die Ueberreste eines Wikinger-Langhauses beim Pfluegen fand und wieder aufbaute, natuerlich mit entsprechender Fantasie, denn so genau weiss man nicht bescheid ueber das Leben der Wikinger. Interessant war es allemal.

Innovativ sind die Lofotener mit dem Ortsnamen des Dorfes an der Suedspitze (da, wo die Strasse aufhoert und man umkehrt). Er lautet *Trommelwirbel* schlicht und einfach Å.

Wofuer die Lofoten neben der atemberaubend schoenen Landschaft noch beruehmt ist? Stockfisch. Auch Doerrfisch genannt. Zumeist Kabeljau (Dorsch), haengt er auf Stangengeruesten im Wind. Koerper und Koepfe getrennt. Die Koerper werden als Delikatesse hautpsaechlich nach Suedeuropa verkauft, und die Koepfe fuer Fischsuppe nach Nigeria, so weiss es die FAZ. Es sieht jedenfalls sehr bizarr aus (und riecht auch so), wie die Fischteile im Wind herumbaumeln. Wer den Anblick nicht ertragen kann, sollte beim Anschauen der Fotos vorsichtig sein. Es gibt da ein oder zwei oder drei Stockfisch-Bilder.

Mit dem Wetter hatten wir kein grosses Glueck. Es regenete und stuermte, und besserte sich erst, als wir beschlossen, dass es Zeit war, weiter in den Sueden gen Heimat zu ziehen. Tolles Abschiedsgeschenk, nicht wahr? Reisefuehrer bleuen es einem ein: “Nicht nur fuer ein paar Tage herkommen. Am besten zwei Wochen bleiben, dann ist man flexibler bei eventuellen Wetterkapriolen.” Wir blieben nur zwei Naechte, und das Wetter mussten wir daher so nehmen, wie es kam.

Was wir nicht schafften, waren ein paar Wanderungen auf die Berge und Gipfel. Das ist dann beim naechsten Mal dran, und dann ist hoffentlich auch das Wetter besser.

480 km von Skarsvag ueber Hammerfest nach Oksfjordhamn: http://goo.gl/maps/OShWy

306 km von Oksfjordshamn ueber Tromsø nach Målselvfossen: http://goo.gl/maps/RP0qg

300 km von Malselvfossen nach Kabelvag auf den Lofoten: http://goo.gl/maps/9AW1H

265 km Rundfahrt auf den Lofoten: http://goo.gl/maps/uEuAP